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Judo Der sanfte Weg
Judo
- der sanfte oder "weiche" Weg des Nachgebens dient als Teil der japanischen
Budo-Sportarten nicht nur dem Training des Körpers, sondern auch der Vervollkommnung
des Geistes.
Judo ist der ideale Sport für jeden - gleich welchem Geschlechts oder
Körperkonstitution. Ob groß oder klein, rundlich oder schlank - das
Körpermaß spielt hier keine Rolle.
Als sogenannten "Lifetime"-Sportart kann Judo ein ganzes Leben lang
bis ins hohe Alter betrieben werden. Steht der Wettkampf in der Jugend im Mittelpunkt
des Interesses, so kann die Zielsetzung im Alter dem Ausgleichssport dienen.
Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Trainingspartner, Disziplin, Konzentration,
körperliche Fitness, Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen sind nur
einige Aspekte dieses Sports, die auch für das gesamte Leben eine wichtige
Rolle spielen können.
So können neue Techniken immer nur mit dem Partner gemeinsam geübt
werden, nie gegen dessen Widerstand. Beide Übungspartner sind aufeinander
angewiesen in dem gemeinsamen Bemühen um Erfolg.
Wer große Muskelpakete mit sich rumschleppt muss nicht
notwendigerweise der Gewinner sein. Entscheidend ist nicht die bloße Kraft,
sondern die Fähigkeit die eigene Kraft optimal einzusetzen und die Kraft
des anderen, für die eigenen Zwecke, umzuwandeln und zu nutzen.
Dieses ökonomische Prinzip - mit möglichst geringem Aufwand einen
optimalen Nutzen zu erzielen - ist eines der Grundbausteine des Judo-Sports.
Neben der ganzheitlich-körperlichen Sportausübung, wird Reaktionsvermögen,
Geschicklichkeit, Konzentration und Beweglichkeit wie auch das Selbstvertrauen
gefördert und gestärkt. In jedem Alter kann Judo einen Beitrag zur
Charakter- und Persönlichkeitsbildung leisten.
"Grundsatz des wirkungsvollsten Gebrauch von Körper und Geist. Judo
auszuüben bedeutet, Geist und Körper durch das Spiel des Angriffs
und der Verteidigung zu entwickeln und sich auf diese Weise zu einem harmonischen
Menschen zu vervollkommnen und damit zum Glück aller Menschen beizutragen."
(Jigaro Kano)
Judo-Geschichte
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