Wir bekennen uns zum Kindeswohl!

Um die Mitarbeiter zu befähigen Kindeswohlgefährdung und sexualisierte Gewalt zu erkennen, gestaltete die SGE bereits einen Informationsabend für Trainer, Übungsleiter, Betreuer und Helfer, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Basierend auf einem Präventionskonzept zum Schutz junger Menschen, dass vom Ladessportbund Hessen in Zusammenarbeit mit der Sportjugend Hessen erstellt wurde, können sich alle SGE-Mitarbeiter über die richtigen Handlungsschritte bei einer Gefährdung des Kindeswohls informieren.

Obwohl Kinder und Jugendliche in Sportvereinen nur kurzzeitig betreut werden, entwickeln sie meist ein gutes Vertrauensverhältnis zu ihren Anleitern. Wenn diese sensibilisiert werden und gut informiert sind, können sie Fälle der Kindeswohlgefährdung oder sogar von sexuellem Missbrauch aufdecken und den Opfern helfen. Auch wenn es in Egelsbach bisher keine Fälle von Missbrauch gab, darf die Gefahr nicht übersehen werden. Sportvereine dürfen nicht wegschauen, sondern müssen ein Auge auf das Wohl der Kinder haben und bei ernsthaftem Verdacht fachlichen Rat und Unterstützung suchen (Öffnet DPF-Datei [209 KB] Vorbeugende Grundhaltungen).

Hauptbestandteil des Präventionskonzeptes ist der Öffnet DPF-Datei [163 KB] Verhaltenskodex, dem sich die Trainer, Übungsleiter, Betreuer und Helfer von Kindern und Jugendlichen der SG Egelsbach verpflichtet fühlen. SGE-Mitarbeiter, die schon länger im Dienste des Sports in Egelsbach unterwegs sind, sowie alle neuen Mitarbeiter bekennen sich zum Kindeswohl und unterzeichnen den Verhaltenskodex.

Die Mitarbeiter der SGE bekennen sich zu dem Konzept des LSB Hessen und werden weiterhin für Kinder und Jugendlichen eintreten und sie bei Problemen unterstützen.

Weitere Infos, wie Downloads, Beratungsmöglichkeiten oder Vorschläge zur Prävention zum link Kindeswohl im Sport hält die Sportjugend Hessen auf Ihrer Webseite bereit.


Auszug:

Verhaltenskodex zum Kindeswohl

für alle ehrenamtlich tätigen und hauptberuflich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendarbeit im hessischen Sport

  1. In der Kinder- und Jugendarbeit übernehme ich Verantwortung für das Wohl der mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Dazu gehört der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor gewaltsamen Übergriffen, vor sexualisierter Gewalt, vor sexuellem Missbrauch, vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen und vor Diskriminierungen aller Art.

  2. Kinder- und Jugendarbeit im Sport lebt von der vertrauensvollen Zusammenarbeit untereinander. In meiner Rolle als Leitungskraft habe ich eine besondere Autoritäts- und Vertrauensstellung. Ich versichere, dass ich dies nicht zum Schaden der mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen ausnutzen werde. Ebenso achte ich die Persönlichkeitsrechte (z.B. Recht am eigenen Bild) jedes Einzelnen und halte beim Umgang mit personenbezogenen Daten die Datenschutzbestimmungen ein.

  3. Meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen geprägt. Dem persönlichen Empfinden der mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen gebe ich Vorrang vor meinen persönlichen sportlichen Zielen.

  4. Ich achte auf einen fairen und respektvollen Umgang der Kinder und Jugendlichen untereinander und toleriere Mobbing nicht (Verbreitung von Gerüchten, Drohungen, Beschimpfungen).

  5. Ich werde dafür Sorge tragen, dass die Regeln der jeweiligen Sportart eingehalten werden. Ich verpflichte mich, eine positive und aktive Vorbildfunktion im Kampf gegen Doping sowie jegliche Art von Leistungsmanipulation zu übernehmen und Suchtgefahren (Medikamenten-, Nikotin- und Alkoholmissbrauch) vorzubeugen.

  6. In vielen Sportarten spielt der direkte, enge Körperkontakt eine große Rolle und ist bei vielen Übungen unabdingbar. Ich nehme die individuellen Grenzempfindungen von Kindern und Jugendlichen ernst und achte darauf, dass auch Kinder und Jugendliche untereinander diese Grenzen respektieren. Dabei lasse ich Sicherheits- und Gesundheitsaspekte nicht außer Acht.

  7. Ich beziehe gegen sexistisches, diskriminierendes, rassistisches, antidemokratisches und gewalttätiges verbales und nonverbales Verhalten aktiv Stellung. Abwertendes Verhalten wird von mir benannt und nicht toleriert; ich interveniere dagegen aktive.

  8. Im Konflikt- oder Verdachtsfall ziehe ich professionelle, fachliche Unterstützung und Hilfe hinzu und informiere Ansprechpartner bei der Sportjugend Hessen, beim Landessportbund Hessen e.V., bei meinem Verein oder Verband. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen steht dabei an erster Stelle.


Öffnet DPF-Datei [209 KB] Infos zu vorbeugenden Grundhaltungen [PDF - 209 KB]
Öffnet DPF-Datei [163 KB] Verhaltenskodex [PDF - 163 KB]

 

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